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Kann etwas "zu zufällig" sein? Eine aussergewöhnliche Frage! Gestellt wird sie von der FBI-Agentin Megan im Laufe der Ermittlungen zu einer Serie von Anschlägen auf Automobilisten auf den zahlreichen Highways rundum Los Angeles. Professor Charlie Eppes - diesmal zu Beginn der Ermittlungen nicht ganz so brillant wie üblich - hat dafür zuerst nur ein müdes Lächeln und eine routinierte, mathematische Antwort parat. Er wird sich bald entschuldigen müssen: Megans Frage ist aussergewöhnlich gut, und wie so häufig in der angewandten Mathematik steht am Anfang einer Lösung eine gut gestellte Frage.

In dieser Folge gehen wir darauf ein, ob Daten mehr oder weniger zufällig sein können, wie man Daten auf Zufall testen und Zufälligkeit quantifizieren kann. Ein verblüffendes Beispiel ist die unendliche, dezimale Ziffernfolge der Zahl Pi, die statistisch zufällig scheint und dennoch mittels eines deterministischen und kurzen Programms definiert ist. Paradox? Mittels Visualisierungen und Simulationen werden Konzepte aus der algorithmischen Informationstheorie und der Statistik, die sich dem Beurteilen von Zufälligkeit widmen, präsentiert.

numb3rs, Dienstag 23. Oktober 2012, Hörsaal 3.010, 17 Uhr

Prof. Dr. Bernhard Zgraggen

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